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Open Innovation Blog

Kunden die effiziente Suche nach der eigenen Problemlösung ermöglichen Email Drucken

Verfasst von , Kategorien: Open Innovation

Die immer stärker fagmentierte und dynamische Nachfrage zwingt viele Unternehmen systematisch "Markets-of-one" zu bedienen, d.h. jedem einzelnen Kunden seine individuelle, für ihn optimale Problemlösung anzubieten. Denn die Kunden in einem gesättigten Markt sind nicht mehr bereit für Funktionalitäten in den angebotenen Lösungen zu bezahlen, welche sie nicht benötigen. Auf Herstellerseite führt diese Entwicklung zur Notwendigkeit die individuellen Marktanforderungen in eine funktions- und kostenorientierte Baukastenspezifikation zu übertragen. Gleichzeitig eröffnen neue IuK-Technologien und web-basierte Toolkits die Möglichkeit, die Entwicklung und das Design von (individuellen) Lösungen systematisch auf den einzelnen Kunden auszulagern. Ein derartiges Toolkit ist als Werkzeug zu verstehen, dass dem Kunden die effiziente Suche nach der für ihn optimalen Lösung ermöglicht.

In Abhängigkeit des möglichen Lösungsraums zu unterscheiden sind"Toolkits for User Innovation" und "Toolkits for User Design", wobei bei Beiden die Möglichkeit zur Kombination mit einem Ideenwettbewerb und/oder einem Fragebogen zur Datenerhebung besteht.

"Toolkits for User Innovation"
gewähren dem Nutzer einen großen Lösungsraum und finden bis dato schwerpunktmäßig im Bereich schnell lebiger Konsumgüter Einsatz. Der Nutzer entwickelt frei oder orientiert an einer vom Unternehmen vorgegebenen Zielsetzung einen für das Unternehmen neuen Lösungsvorschlag. Diese Vorgehensweise erlaubt es dem Unternehmen in der frühen Phase des Innovationsprozesses latente Trends und Bedürfnisse zu identifizieren. Das wohl eindrucksvollste Beispiel für den einsatz eines "Toolkits for User Innovation", auf Basis einer eigenen Software, ist der "Lego Digital Designer". Im virtuellen Raum können Lego-Begeisterte kreative Modelle bauen. Ihnen stehen hierfür alle auch im Handel verfügbaren Steine zur Verfügung. Parallel zum virtuellen Bauen, werden die Bauanleitungen zu den Entwürfen der Nutzer von Lego gesichert.

Bei Interesse können die Lego-Fans ihre Modelle in einer Online-Community zur Bewertung durch andere Nutzer einstellen, wobei sie sich gleichzeitig damit einverstanden erklären, dass alle Rechte an iher "Entwicklung" an Lego übergehen. Anreiz hierfür bietet ein Ideenwettbewerb und die Anerkennung der Gemeinschaft. Bei Gefallen kann ein Mitglied der Community das Modell eines anderen bei Lego bestellen. Lego erhält damit weitere Informationen zu Trends, Bedürfnisstrukturen seiner Kunden und letztlich darüber ob es lohnenswert ist ein Model in den Produktkatalog aufzunehmen.


           

Ein anderes Beispiel ist das von Swarovski im Rahmen der Kampagne "Cristal Tattoo" in Kombination mit einem Ideenwettbewerb eingesetzte Toolkit. Durch den Einsatz des Toolkits übernahmen die Nutzer zum einen für Swarovski die Entwicklung von Motiven. Durch die Häufigkeitsbetrachtung der eingereichten Motive gelang es dem Unternehmen latente Bedürfnisse und Trends zu identifizieren. Die für interessant bewerteten Ideen sowie bei Swarovski intern bereits entwickelte Konzepte wurden im Rahmen von Real-World-Workshops mit den Gewinnern des Ideenwettbewerbs diskutiert.

Cristal TattooQuelle: www.hyve.de

Doch nicht zwangläufig muss der Gedanke eines "Toolkit for User Innovation" durch eine eigens entwickelte Software umgesetzt werden. Um von den Potentialen eines großen Lösungsraums zu profitieren, ist vorstellbar, die Lösungssuche auch/ausschließlich über eine etablierte Software zu verfolgen. So bietet der Sportartikelhersteller Salomon im Rahmen seines "ArtworkContest", der darauf abzielt Motiv-Ideen für Skis und Snowboards zu integrieren und gleichzeitig Trends zu identifizieren, neben einem Grafiktool dem interessierten Ideengeber auch die Möglichkeit Vorschläge in etablierter Software (z.B. Adobe Photoshop) zu erarbeiten und dann über die Web-Plattform einzureichen. Eine Alternative, die oft und gerne gewählt wird, da sich damit die Chance im Ideenwettbewerb zu gewinnen erhöht.

"Toolkits for User Design" bieten dem Nutzer veglichen mit "Toolkits for User Innovation" nur einen kleinen, vom Unternehmen bereits vordefinierten Lösungsraum und sind vergleichbar mit den seit Jahren, vor allem in der Automobilindustrie eingesätzen Konfiguratoren. Neben traditionellen Begriff des Konfiguratosr, gibt es weitere Synonyme  aus dem Englischen wie "Configuration System", "Co-design platform" und "Choiceboard".

Wird ein entsprechendes Toolkit im Rahmen des Vertriebs eingesetzt, kommt es im Anschluss des Innovationsprozesses im Rahmen von Mass Customization oder zur Erklärung komplexer Produkte zum Einsatz. Auf Basis der Vielzahl vordefinierter Eigenschaften konfigurieren die Nutzer als Co-Designer, die für sie ideale Lösung. Direkt an die getroffene Wahl erfolgt eine Visualisierung und nicht selten kann die konfigurierte Lösung im Anschluss daran direkt online bestellt werden kann.

Auch wenn der Kunde im Bereich von B2C den Eindruck gewinnt, er entwickelt seine individuelle Lösung, und er für dieses Erlebnis bereit ist, einen höheren Preis zu bezahlen, resultieren durch die Anwedung für ein Unternehmen keine neue Ideen. Nicht auszuschließen ist die Möglichkeit der Gewinnung von Informationen zu Bedürfnissen und Trends, auf Grundlage einer hinterlegten statistischen Auswertung.

"Toolkits for User Design" finden in verschiedenen Formen und Industrien Anwendung. Sie kommen im Bereich von B2B ebenso zum Einsatz wie in B2C Märkten. Eine Anwendungung bietet verschiedene Vorteile, welche hier näher beschrieben sind.

Beispiele für "Toolkits for User Design" aus verschiedenen Branchen sind: Faktory 121 SA (Uhren), ATB (Motoren), Linde (Chemie), Alno (Möbel/Küchen), Clopay (Garagentore), Käfer (Türen), Dürr (Maschinen), Lampertz (Schaltschränke), MyMüsli (Müsli). Zahlreiche weitere Beispiele für Konfiguratoren finden sind hier.

Vorstellbar aber ist  auch der Einsatz eines "Toolkits for User Design" im Innovationsprozess. So kann ein Konfigurator sehr wohl in Verbindung mit einem virtuellen Produktest zum Einsatz kommen. Die Kunden konfigurieren, testen und bewerten die Eigenschaften eines virtuellen Produktentwurfs und bringen Verbesserungsvorschläge ein. Auch die Integration eines Fragebogens zur Erhebung von Marktdaten ist vorstellbar. Ein "Toolkit for User Design" bietet damit auch Chancen für das Marketing und die Gelegenheit, das Unternehmen als innovativ zu positionieren.

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Schlagzeuge selbst konfigurieren Email Drucken

Verfasst von , Kategorien: Mass Customization

Sonor hat stets Maßstäbe in der Entwicklung von hochwertigen Schlaginstrumenten gesetzt und für Durchbrüche sowohl in qualitativer als auch klanglicher Dimension gesorgt. Mit der Sonor Designer Serie, wurde erstmals echtes Customizing im Schlagzeugbau verwirklicht. Mit SQ2, dem Nachfolger der Designer Serie, stellt Sonor erneut seine Innovationskraft und konsequente Ausrichtung auf Qualitätsprodukte  und Individualität der Kundenbedürnisse unter Beweis.

sonor_Drum Configurator

Über ein "Toolkit for User Design", den sog. Sonor Drum Configurator, können die Musikbegeisterten Kunden ihr Schlagzeug nun individuell zusammenstellen und gestalten. Orientiert am Ansatz von Mass Customization wird jedes Set nach den Sound- und Optik- Vorstellungen der Kunden hergestellt und ist somit ein Unikat. Die nahezu unbegrenzte Auswahl an Kesselgrößen – in vier Materialien (Maple, Birch, Beech, Akryl) und in vier Kesseltypen (Vintage-, Thin-, Medium-, Heavy- Kessel) erhältlich – ermöglichen jedem Spieler seine Soundvorstellungen zu verwirklichen. Und auch farblich lässt die SQ-2 Serie keine Wünsche offen. Sonor bietet Matt-, Hochglanz-, Sparkle- oder Exotic-Finishes in einfarbigen, Fade oder Burst Lackierungen an. Zusätzlich kann zwischen Chrome, Black Chrome und Gold Kessel-Hardware gewählt werden.


Quelle: www.alchimisten.de

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Becks nutzt Toolkit for User-Design Email Drucken

Verfasst von , Kategorien: Open Innovation

Gibt es eigentlich noch innovative Hersteller bei Getränken? Vor wenigen Jahren brachte die damals fast insolvente kleine Peter Brauerei BIONADE auf den Markt. Ein Lichtblick für das Unternehmen und den Markt, denn BIONADE ist eine Erfolgsstory. Doch gab es sonst etwas wirklich Neues in den letzten Jahren?

Der aufmerksame Verbraucher wird diesen „Sommer“ schon festgestellt haben, dass der Markt mit einer Welle von Bier-Misch-Getränken geflutet wird. In bisher noch nicht gekanntem Ausmaß werben die Bier-Hersteller um die Gunst des Kunden. Jever, Lübitzer, Clausthaler, Warsteiner, … sie alle wollen ein Stück vom Kuchen des Markts von Bier-Misch-Getränken ab haben. Wirklich innovative Produkte werden dabei jedoch nicht angeboten. Ist es innovativ, wie alle anderen auch ein Bier-Misch-Getränk mit der Geschmacksrichtung Lemon anzubieten, nur eben unter eigener Marke und auf Basis des eigenen Biers? Wohl kaum!

Macht es sich die Hersteller damit nicht etwas einfach, wenn es um die Befriedigung der Kundenbedürfnisse geht? Den Kunden besser zu bedienen ist anders. Der Markt scheint demnach für alle Hersteller genug zu bieten.

Doch der Eindruck dürfte täuschen. Ist es nicht vielmehr so, dass alle diese Hersteller, die Becks folgen, in den letzten Jahren den Trend verschlafen haben? Nun wachen sie alle gleichzeitig auf. Schnell muss eine Lösung her um dem Trend noch zu folgen. Dumm nur, dass die Mehrheit der Hersteller, die gleiche Innovationsschwäche auszeichnet. Und so ist die Mehrheit der Hersteller schon wieder zu spät. Wieder nur in der Rolle des Innovationsfolgers. Soll es so weiter gehen, sind sie sich dessen bewusst?

Keine Frage, der Markt für Getränke ist nicht leicht. In den letzten Jahren wurden viele Hersteller und kleine Brauereien aufgekauft. Gesteigert wird der Druck auf die Branche durch die Flaschenpfand-Debatte und die Aktivität der Discounter. Auch Aldi, Lidl & Co. haben den Markt für sich entdeckt und bieten dem Verbraucher Biere, Mischgetränke und Fruchtsäfte an. Dass diese nicht zwangsläufig schlechter sein müssen, weiß der informierte Kunde spätestens seit den Veröffentlichungen der Stiftung Warentest.

Es stellen sich also die Fragen: Wie Innovationen generieren? Wie sich in der Wahrnehmung des Kunden als innovativer Anbieter platzieren? Wie die Marke stärken?

Wieder einmal zeigt Becks der Branche wie es geht. Durch die Nutzung von "Toolkits for User Design" gewinnt die Brauerei Ideen für neue Produkte. Orientiert am "Open Innovation"-Ansatz integriert Becks den Verbrauer in die Produktgestaltung, schafft damit Identifikation mit der Marke und gewinnt zugleich Erkenntnisse über die Trends und Potentiale von morgen.

 

 


Kombiniert wird das "Toolkit for User Design" mit einem Ideenwettbewerb. Der Kunde hat die Möglichkeit sein individuelles Etikett zu gestalten. Am Ende des Ideenwettbewerbs verfügt Becks nicht nur über Informationen zu den potentiellen Trends von morgen, sondern auch über 750 neue Ideen. Beispielsweise ein Bier für Frauen (Becks Women), eines für Musiker (Becks Stage), ....

 


Gewiss, die Produktentwicklung beschränkt sich in diesem Fall zunächst nur auf die Optik. Ob Becks auch vom Inhalt her ein neues Bier anbieten wird oder einfach nur ein neues Etikett aufklebt bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass sich Becks mit dieser an Open Innovation ausgerichteten Strategie auch für die Zukunft den Vorsprung eines Innovationsführers in der Branche gesichert haben dürfte. Und das alles, relativ betrachtet, ohne großen eigenen Aufwand. Gleichzeitig gelang es, sich in der Wahrnehmung des Kunden als innovativer Anbieter zu platzieren.

Es bleibt abzuwarten, welches „neue“ Getränk demnächst auf den Markt kommt! Ob es sich dabei wirklich um etwas Neues handeln wird. So sei abschließend die Frage gestellt: „Gibt es eigentlich überhaupt noch innovative Getränke und andere innovative Hersteller außer Becks“?

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