Open Innovation Blog

Handelsblatt-Konferenz "Open Innovation" Email Drucken

Verfasst von Carmen Siegeler, Kategorien: Open Innovation

Heute möchte ich Sie auf eine Konferenz aufmerksam machen, die das Handelsblatt initiiert: "Open Innovation" mit umfassender Studie über Open Innovation in Deutschland am 2. und 3. Dezember in Frankfurt am Main.

In Best Practice-Vorträgen werden die Erfolgsfaktoren für eine gelungene Integration der Open Innovation in die Praxis präsentiert.
Die Konferenz dient damit als Plattform für den Austausch von praxisrelevanten Lösungskonzepten und zeigt darüber hinaus den Status quo in deutschen und internationalen Unternehmen sowie aktuelle Markttrends und „cutting edge"-Modelle zur Ideenfindung und Innovation.

Hochkarätige Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren an zwei Konferenztagen die neuesten Beispiele und Benchmarks, wie Unternehmen Open Innovation in der Praxis erfolgreich einsetzen.

Sie erhalten wertvolle Hinweise und Anleitungen, wie Sie durch neue Ideen Geschäftsprozesse, Produkte und Dienstleistungen optimieren sowie Innovationen generieren können.

Geplant sind u.a. Vorträge von 3M, BASF, GE Global Research, Henkel AG & Co. KGaA, Merck KGaA, OSRAM GmbH, Philips Research, Siemens AG.

Dies verspricht eine spannende und äußerst informative Veranstaltung zu werden.

Weitere Einzelheiten zur Konferenz finden Sie hier.

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Cross Industry Innovation – Brückenbau hilft bei Sportschuhentwicklung Email Drucken

Verfasst von Carmen Siegeler, Kategorien: Ideen & Kreativität

Mit Hilfe von Brückenbauingenieuren hat Nike einen neuen Sportschuh entwickelt.
Wie kam es dazu? Die Herausforderung für Jay Meschter, Director of Innovation bei Nike, bestand darin, einen Laufschuh zu entwickeln, der so leicht und gleichzeitig so stabil wie möglich sein sollte. Inspiration erhielt Meschter in einer völlig anderen Branche - im Brückenbau. Die neue Flywire-Technologie von Nike wurde designed in Anlehnung an die Kabel von Hängebrücken.

Der neue Schuh besteht "aus dünnen Nylon-Fasern, die strategisch auf dem Obermaterial verlaufen und den Fuß stabilisieren, so dass er bei Bewegung weniger hin und her rutscht. Durch diese Methode wird das Gewicht des Schuhs beträchtlich reduziert, da das Material nur dort eingesetzt wird, wo es aus strukturellen Gründen erforderlich ist."

Siehe auch: http://www.nikebiz.com/media/beijing/features/Flywire.html

Wieder ein Beispiel dafür, dass es sich lohnen kann, über den eigenen Tellerrand zu schauen und verfügbares Wissen aus fremden Branchen zu adaptieren.

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Zitat des Fraunhofer-Chef Bullinger: "Firmen müssen sich radikal verändern" Email Drucken

Verfasst von Carmen Siegeler, Kategorien: Entrepreneurship 2.0

Vielen deutschen Unternehmen fehlt die Fantasie und der unbeugsame Siegeswille um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, klagt Fraunhofer-Präsident Hans-Jörg Bullinger.

Im Handelsblatt-Interview verrät er, wie Unternehmen auf dem Weltmarkt innovativer werden können.

Einige interessante Zitate aus dem Interview:

  • Wettbewerbsvorsprünge hängen eben nicht nur von unseren brillanten Erfindungen ab, sondern davon, ob wir überlegene Geschäftsmodelle haben.
  • Der Kunde will heute eine Gesamtlösung mit Zusatznutzen. Mit dem Produkt wird immer mehr Emotion verkauft. Selbst Maschinenbauer beschäftigen heute Designer, die über Farbkonzepte und Formen ihrer Maschinen nachdenken.
  • Zu einer guten Innovationskultur aber gehören Vertrauen, Freiheit und Offenheit.
  • Zu den Erfolgreichen gehört nur, wer Innovation besser managt. Entwicklung und Marketing müssen viel enger zusammenwachsen.
  • Unternehmen müssen generell bereit sein, Wertschöpfungstiefe abzugeben - auch in der Forschung und Entwicklung. Stichwort: Open Innovation.


Das vollständige Interview ist zu lesen unter:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/specials/_b=2589331,_p=755,_t=ftprint,doc_page=0;printpage

 

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Erfolgreiches Crowdsourcing – erste virtuelle PKW-Entwicklung Email Drucken

Verfasst von Carmen Siegeler, Kategorien: Entrepreneurship 2.0

Der US-Autohersteller Local Motors hat erstmals einen PKW durch Crowdsourcing entwickeln lassen. Autofans, Entwickler und Ingenieure arbeiteten in einem virtuellen, offenen Entwicklungsprozess zusammen. Unter den zahlreichen Ideen der Community wurde das Design von Sangho Kim ausgewählt.


Die Zulieferteile für den Rally Fighter, einen geländetauglichen Sportwagen, wurden von außen zugekauft. Kunden können sich von den Design-Ideen der Community inspirieren lassen, um ein Fahrzeug nach persönlichen Wünschen zusammenzustellen.


Neu ist auch die Endmontage: die Kunden können in sogenannten "Micro-Factories" ihr Auto mit Unterstützung der Local Motors Experten selbst zusammenbauen. Der gesamte Prozess dauert zwei Wochen, wobei an sechs Tagen bzw. zwei Wochenenden die Kunden selbst gefordert sind. Voraussichtlich ab Juni kann man den Rally Fighter für ca. 50.000 US-Dollar kaufen.

 

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nachhaltig:innovativ - Das Deutsch-Brasilianische Wissenschaftsjahr Email Drucken

Verfasst von Carmen Siegeler, Kategorien: Entrepreneurship 2.0

"nachhaltig:innovativ" - unter diesem Motto finden im Rahmen des Deutsch-Brasilianischen Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation 2010/11 zahlreiche Aktivitäten in beiden Ländern statt. Das Ziel ist, neue Impulse zu setzen für die Wirtschafts- und Forschungskooperation beider Länder.

Die Schwerpunkte der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung, Entwicklung und Technologie liegen bisher in der Ressourcen- und Umweltforschung. Dies soll nun auf andere Innovations- und Technologiethemen ausgeweitet werden. Gleichzeitig sollen auch Unternehmen noch mehr eingebunden werden, um Zukunftsmärkte zu erschließen. 

Weitere Informationen finden Sie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung unter http://www.hightech-strategie.de/de/1831.php

 

 

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World Intellectual Property Day am 26.4.2010 Email Drucken

Verfasst von Kerstin W., Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Wußten Sie schon, dass das weltweite Patentwesen sich jährlich am 26.4. selbst feiert? Die World Intellectual Property Organization (WIPO) hat den Tag im Jahre 2001 eingeführt, um die vielen Innovatoren und Erfinder in unserer Welt zu ehren, die die Entwicklung und Veränderung unserer Gesellschaft mit Ihren Ideen und den resultierenden Innovationen aktiv mitgestalten. Es wurde der 26.4. gewählt, weil an diesem Tag im Jahre 1970 die WIPO gegründet wurde.

Interessant ist, dass der Tag jedes Jahr unter einem neuen Motto steht:

  • 2001 - Creating the Future Today
  • 2002 - Encouraging Creativity
  • 2003 - Make Intellectual Property Your Business
  • 2004 - Encouraging Creativity
  • 2005 - Think, Imagine, Create
  • 2006 - It Starts With An Idea
  • 2007 - Encouraging Creativity
  • 2008 - Celebrating innovation and promoting respect for intellectual property
  • 2009 - Green Innovation
  • 2010 - Innovation - Linking the World

Das diesjährige Motto finde ich besonders schön, da es impliziert, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Teile. Genau dies trifft auch für Open Innovation zu - so let's link together.

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Innovationsquellen der Unternehmen Email Drucken

Verfasst von Kerstin W., Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Innovation ist neben Kostenreduzierung bzw. Rationalisierung mittlerweile der zweitwichtigste Fokus vieler Unternehmen. Um relevante Ideen für Innovationen zu finden, nutzen viele Unternehmen – meist parallel – drei interne Innovationsquellen:

  • Ideen der Mitarbeiter
  • Ergebnisse der Forschungsabteilungen
  • Analysen von Wettbewerbsprodukten, Märkten und Wettbewerbern. 

 

Aus einer jüngst durchgeführten Umfrage geht hervor, dass im Schnitt die Ideen der Mitarbeiter zu etwa einem Drittel zu den Innovationen in Unternehmen beitragen (die Existenz eines Ideenmanagement ist hier eine Voraussetzung). Je nach Branche nimmt die Forschung als Innovationsquelle einen unterschiedlichen Stellenwert ein. So ist beispielsweise in der pharmazeutischen und chemischen Industrie gerade diese Innovationsquelle stark ausgeprägt. Nachteilig ist, dass die Umsetzung von Forschungsergebnissen in Innovationen oft Jahre dauern kann. In allen Branchen der produzierenden Industrie nimmt die Analyse als Innovationsquelle einen dominanten Anteil ein (bis zu 50%). Aus ihr resultieren die größte Anzahl an Innovationen, seien es Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen.

Dass gerade der Analyse ein großer Anteil der Innovationen entstammt, ist nicht verwunderlich. Dies liegt allein schon daran, dass dieses Vorgehen ein sicherer und bekannter Weg ist. Denn die Analyse setzt in der Regel auf einem Benchmarking des Wettbewerbs bzw. der Wettbewerberprodukte auf. Dabei besteht jedoch immer die Gefahr, dass Unternehmen sich zu sehr mit Ihren angestammten Märkten sowie den etablierten Produkten auseinandersetzen und somit vorrangig inkrementelle Innovationen (= geringfügige Verbesserungen) bzw. Varianten vorhandener Produkte ableiten. Die Erhöhung der Variantenvielfalt führt jedoch häufig zu höheren Produktionskosten und geringeren Margen. Daraus kann letztendlich resultieren, dass für radikale Innovationsprojekte zu wenig Geldmittel zur Verfügung stehen.

Da in Zukunft neue Produkte vermehrt an den Schnittstellen von Branchen bzw. auch technischen Disziplinen entstehen oder sich durch Integration unterschiedlicher Technologien auszeichnen werden, ist es für Unternehmen mittelfristig (überlebens-) wichtig, sich auch externer Innovationsquellen zu bedienen. Unternehmen sollten sich aktiv öffnen, Networking betreiben und mit anderen (insbesondere branchenfremden) Unternehmen oder Forschungseinrichtungen kooperieren. Das bekannte und früher häufig aufgetretene „Not-Invented-Here-Syndrom“ sollte inzwischen überwunden sein und der Vergangenheit angehören.

Neben internen und externen Innovationsquellen kann auch die systematische Untersuchung der Technologien und Kompetenzen eines Unternehmens Wege zu neuen Innovationen in neuen Märkten offenbaren. Diese Vorgehensweise wird allzu häufig vernachlässigt, da Unternehmen dazu tendieren, die eigenen Technologien ausschließlich aus der Perspektive ihrer bestehender Märkte und Produkte zu sehen und zu beurteilen. Hier kann eine externe Analyse helfen, verborgenen Potentiale der Unternehmen aufzudecken und zu nutzen.   

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Open "Interface" Innovation: StreetScooter der RWTH Aachen Email Drucken

Verfasst von Kerstin W., Kategorien: Entrepreneurship 2.0

In einem kurz zurückliegenden Blog wurde schon vom Campus Projekt auf dem Gelände der RWTH Aachen berichtet. Ein bereits gestartetes, sehr ehrgeiziges Projekt ist der "StreetScooter", ein völlig neu entwickeltes, preiswertes Elektromobil-Konzept für den urbanen Verkehr. Bemerkenswert ist, dass nicht nur die technische Entwicklung, sondern auch eine Kleinserien-Fertigung direkt durch die Hochschule in Kooperation mit zahlreichen mittelständischen Unternehmen erfolgen soll (bislang unterstützen17 Unternehmen das Projekt). Langfristiges und erklärtes Ziel ist die Großserienfertigung - unabhängig von etablierten Automobilherstellern.

Ermöglicht werden soll dies durch intelligente, netzwerkorientierte und mittelstandsgetragene Wertschöpfungsstrukturen, die einen "virtuellen Automobilhersteller" erschaffen. In einer ersten, zwei Jahre dauernden Phase sollen zunächst die Fertigungsverfahren entwickelt werden und ein Grundtypus des Fahrzeugs als sogenannte "Innovationsplattform" entstehen. Sobald technische Machbarkeit und Produktionsfähigkeit nachgewiesen sind, sollen in einem 18-Monats-Rhythmus Fahrzeuge mit  Produktinnovationen auf den Markt gebracht werden. Aufgrund des modularen Konzept sollen innovative Technologien leicht integriert werden können. Der Modularisierungsansatz orientiert sich nicht nur an fertigungstechnischen Rahmenbedingungen, sondern auch auch an den Technologielebenszyklen sowie dem funktionalen Zusammenspiel der Komponenten.

Für die Entwicklung werden ähnliche Projektstrukturen wie in der Automobilindustrie genutzt. Besonderes Augenmerk wurde jedoch auf die Integration externer, nicht direkt mit dem Projekt verbundener Entwicklungspartner gelegt. Durch Definition und Offenlegung
bestimmter Schnittstellen innerhalb des Gesamtfahrzeugs wird eine Innovationsplattform für spätere Zusatzausrüster geschaffen. Diese entwickeln Lösungen, die später in neue Modelle einfließen oder während der Nutzung ausgetauscht werden (z.B. Multimedia-Komponenten). So können Entwicklungs- als auch Montagekosten reduziert werden. Durch die extreme Modularisierung und die dadurch klar spezifizierbaren Schnittstellen ensteht ein definiertes technisches INTERFACE, welches gezielte Ausschreibungen - z.B. im Internet - im Sinne von "Open Innovation" emöglicht. Die Aachener nennen dies "Open Interface Innovation".  Die eingereichten Lösungsvorschläge werden gesammelt und folgend von einem Konsortium bewertet. Bei Umsetzung von Ideen erfolgt eine entsprechende Vergütung.     

Persönlich bin ich sehr neugierig, ob sich StreetScooter auf dem hart umkämpften Automobilmarkt behaupten wird. Die neuartige Modulstruktur des Fahrzeuges, das innovative Kooperationsmodell sowie der frische Mut der Hochschule und der mittelständischen Unternehmen, dieses innovative Vorhaben in die Tat umzusetzen, verdienen jedenfalls großen Respekt.     

Siehe auch: Elektromobilität: Die Vision wird Wirklichkeit - Serie, Teil 8 Das Volks-Elektroauto geht an den Start

 

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Innovationsmanagement mal ganz einfach erklärt Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Wie erkläre ich Innovationsmanagement mit einfachen Bilder? Schauen Sie hier:

 

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Schweiz: Neue Plattform für Innovation Email Drucken

Verfasst von Kerstin W., Kategorien: Kooperation & Netzwerke

Kürzlich hat das IFJ Institut für Jungunternehmen mit Unterstützung der Gebert Rüf Stiftung und in Partnerschaft mit Hyperweek und swissnex Boston eine neue englischsprachige Social-Media-Plattform ins Leben gerufen:  inno-swiss.com.

Die Plattform soll die internationale Präsenz der Schweiz im Bereich Innovation erhöhen und auf nationaler Ebene die Innovationsaktivitäten bündeln sowie  die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch intensivieren. 

Sie  richtet sich gleichermaßen an innovative Unternehmen und Start-ups, Investoren,  Förderstellen und Forschungsinstitute und ist in die Bereiche Information / Communication Technology, Biotech, Medtech, Cleantech, Micro/ Nano Technology, Electronics-Mechanics sowie Material-Chemicals unterteilt.

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Zukunft-Innovation.com ist online Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Ideen & Kreativität

Seit gut drei Wochen ist nun die Plattform Zukunft-Innovation.com online. Ich hatte Ihnen das Projekt vor einiger Zeit ja schon mal vorgestellt. Die Plattform wird durch 3M Österreich betrieben und hat nach eigenen Aussagen das Ziel die Innovationskultur und Innovationsfähigkeit im deutschsprachigen Raum zu fördern.

Was kann man auf Zukunft-Innovation.com denn finden?

Nun, der wichtigste Teil ist sicherlich der Bereich der Ideenwettbewerbe und Fragestellungen. Unternehmen haben hier die Möglichkeit Fragestellungen einzubringen, die von den registrierten Innovatoren beantwortet und bearbeitet werden können. Derzeit sind 7 Fragen aktiv. Die Fragestellungen reichen dabei vom Thema eMobility (eingestellt von Siemens) bis hin zr Zukunft des Lesens(eingestellt von MediaCom). Derzeit kommen die Fragesteller noch mehrheitlich aus Österreich. Ich bin gespannt, wann deutsche und schweizer Unternehmen diese Plattform für sich entdecken.

 Neben der sogenannten "Kreativ-Zone" mit Fragestellungen gibt es eine "Community" in der die beteiligten Firmen und Innovatoren vorgestellt werden.  Ein Blog ist natürlich ebenfalls vorhanden.

Bemerkenswert an Zukunft-Innovation.com sind die geringen Kosten für Fragesteller, die das Konzept für Unternehmen interessant machen dürfte. Nach eigenen Angaben verfügt die Plattform mehr als 500 Innovatoren, was aus meiner Sicht ein sehr gutes Ergebnis ist.

Ich bin gespannt, wie sich die Plattform entwickelt.

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Mit Cluster und Kooperationen die Innovationsfähigkeit steigern Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Kooperation & Netzwerke

Das wohl bekannteste Technologiecluster der Welt ist das Silicon Valley in Kalifornien.  Ursprünglich als Industriepark von der Stanford University gegründet, beherbergt dieses Gebiet einen großen Teil der weltweit führenden Technologieunternehmen, wie z.B. Cisco Systems, AMD und Google.  Große Technologie- und Innovationssprünge wurden durch diese Unternehmen bewältigt und man kann sicherlich behaupten, dass das Silicon Valley einer der Treiber für die Entwicklung des Internets und seiner Anwendungen war und ist.

Cluster und räumliche Nähe von Unternehmen und Universitäten befruchten und schaffen den Boden für neue Technologien und Innovationen. Aber nicht nur in Kalifornien funktioniert dieses Prinzip, auch Indien, China, Singapur oder Finnland bilden erfolgreiche Technologiecluster.

RWTH Aachen - Campus MelatenIn Deutschland hat man in der Vergangenheit jedoch vergeblich nach solch einem Cluster gesucht. Die RWTH Aachen hat nun in den letzten Jahren die Initiative ergriffen und plant Europas größten Technologie-Campus. Insgesamt stehen 2,5 Quadratkilometer Fläche für Unternehmen und Hochschule zur Verfügung. Bei der Gesamtinvestition wird mit ca. 2 Milliarden Euro gerechnet.

Vorgesehen sind 19 Technologiecluster, darunter Themenbereiche wie Bio-Medizintechnik, Optische Technologien und nachhaltige Energietechnik.  Die enge Verzahnung zwischen Forschung und Unternehmen (bisher haben mehr als 90 Unternehmen ihr Beteiligung zugesagt) sollen Innovationen beschleunigen.

Ich glaube, dass die Initiative der RWTH Aachen ein zukunftsweisendes Konzept ist, die Innovationsfähigkeit in Deutschland zu erhöhen und uns technologisch wettbewerbsfähig zu machen. Ein Land wie Deutschland lebt von seinem Wissen und der Fähigkeit dieses zu organisieren und auch zu kommerzialisieren.

Schon in diesem Jahr soll es los gehen. Ich bin auf die ersten  Ergebnisse gespannt.

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Neuer kreativer Master-Studiengang: "MICL" Email Drucken

Verfasst von Kerstin W., Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Organisations-Psychologen der City University London haben in einer Ende 2009 abgeschlossenen Studie festgestellt, dass für 79% der Führungskräfte in Großbritannien das Thema Innovation einen hohen bis sehr hohen Stellenwert besitzt. Die Studie listet außerdem Erfolgsfaktoren für innovative Unternehmen auf:

  • Management-Unterstützung und Offenheit gegenüber Innovation
  • Führungskräfte gestalten eine Kultur, die zu Innovationen anregt
  • Die richtigen Teams werden für Innovationsvorhaben zusammengeführt
  • Freiheit / Verantwortung bei der Durchführung von Innovationsprojekten
  • Entwicklung einer Innovationsstrategie und Ableitung von Prioritäten 

 

Die City University London reagierte anscheinend prompt auf die Studie und bietet ab September 2010 einen neuen, zweijährigen Teilzeit-Management-Studiengang, den "Master of Innovation, Creativity and Leadership", kurz "MICL" an. Der Studiengang richtet sich an zukünftige Innovationsführer und möchte Ihnen spezielle Fähigkeiten für ihr Berufsleben vermitteln, so dass sie Gruppen und Unternehmen kreativ führen können und dadurch mehr Breakthrough-Innovationen ermöglichen.   

Großer Wert wird bei dem Studiengang auf Interdisziplinarität und holistische (d.h. auch nicht-technische) Sichtweisen gelegt. Neben Kreativ-Techniken werden auch psychologische Kenntnisse im Bereich der Kreativität vermittelt. Dabei geht es beispielsweise um die Identifizierung und Entwicklung kreativer Talente, die Schaffung einer kreativen Arbeitsatmosphäre oder die Lenkung kreativer Energien in Gruppen.

In vielen aktuellen Trendstudien wird das Entstehen einer neuen kreativen Bewegung in der Gesellschaft prognostiziert. Es ist daher damit zu rechnen, dass schon in naher Zukunft vermehrt Studiengänge mit kreativen Inhalten angeboten werden und viele Unternehmen auch die entsprechenden Talente ihrer Mitarbeiter berücksichtigen. 

 

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Spielen Sie noch Bingo oder innovieren Sie schon? Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Zum Start der neuen Woche habe ich mal wieder einen kleinen Gedankenanstoss aus dem Hause IBM. Denken Sie bei Ihrem nächsten Innovationszirkel doch einfach mal darüber nach ob Sie gerade Buzzwordbingo spielen, oder sich wirklich der Innovation widmen.

 

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche!

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Innovative Köpfe braucht das Land! ... und mehr Veränderungsdynamik! Email Drucken

Verfasst von Kerstin W., Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Deutsche Bank Research hat Ende Januar 2010 eine Studie mit dem Titel "Innovative Köpfe braucht das Land!" vorgestellt. Neben interessanten Ergebnissen bezüglich der Innovationsaktivität von Deutschland im internationalen Umfeld wird auch ein Vergleich der einzelnen Bundesländer untereinander präsentiert, wobei folgende acht Indikatoren berücksichtigt wurden:

  • Forschungs-und Entwicklungsausgaben in % des BIP
  • Beschäftigte in Forschung und Entwicklung in % der Erwerbspersonen
  • Hochschulabschlüsse in % der jeweiligen Altersjahrgänge
  • Erwerbstätige in % der Erwerbspersonen
  • Produktivität (BIP / Erwerbstätige)
  • Wanderungssaldo 18 -65 Jähriger in % der Bevölkerung
  • Gründungsintensität, Gründer je 10.000 Erwerbstätige
  • Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohner

Baden-Würtemberg schneidet im Bereich Innovationskraft erneut besser ab als die anderen Bundesländer (vgl. hierzu Baden-Württemberg besitzt die besten Innovationsbedingungen im Ländervergleich)  - dies jedoch auch im Hinblick auf die Veränderungsdynamik in den letzten fünf Jahren! Was sich häufig auf Unternehmensebene zeigt, bestätigt sich auch auf Länderebene. Die Studie weist auf folgende Maßnahmen zur Erhöhung der Innovationskraft hin:

  • Wissens-und Kompetenzzusammenführungen
  • Kollaborationen, strategische Zusammenarbeit - "Projektwirtschaft"
    („glokale", kooperative Wertschöpfung in eigenständigen, temporären Projekten)
  • neue Kombinationen von Wissensfeldern (Wissen unterschiedlicher Disziplinen) mit bestehenden Produkten/Dienstleistungen zur Sicherung von Nischen

Es ist erfreulich, dass Veränderung hierzulande mehr und mehr als Chance verstanden wird. In einer sich immer schneller verändernden Welt hängt Top-Performance zunehmend von Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ab.

Studie von Deutsche Bank Research: Innovative Köpfe braucht das Land! 

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Mitarbeiter-Tausch: neues Wissen fürs Unternehmen Email Drucken

Verfasst von Carmen Siegeler, Kategorien: Wissen

Eine besondere Art der Kooperation sind der Markenartikler Procter & Gamble und Google eingegangen: Um kostengünstig Wissen auszutauschen haben die Unternehmen Mitarbeiter getauscht.

Ein Team von Procter & Gamble tauschte für einen Monat mit einem Team von Google. Die Teams arbeiteten direkt in Projekten mit, so dass das Wissen auch direkt umgesetzt werden konnte. Das Google-Team kümmerte sich darum, dass die Internet-Werbung für ein Waschmittel interaktiv gestaltet werden kann. Da das Wissen hierzu intern nicht vorhanden war, brachte der Tausch für Procter & Gamble Kosten- und Zeitvorteile.

Mitarbeitertausch kann also neues Anwenderwissen ins Unternehmen bringen, was in Zeiten der Einsparung durchaus eine sinnvolle Ergänzung sein kann.

Dem Thema widmet sich auch die Initiative HR2.0 der Dax und Blue Chip Unternehmen" der Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung SWAB.

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Erfolgreiche Innovation - Bestehende Lösungen aus anderen Branchen übernehmen Email Drucken

Verfasst von Carmen Siegeler, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Statt aufwändig neue Technologien selbst zu entwickeln, hilft Open Innovation teure und langwierige Eigenentwicklungen zu vermeiden und bringt neue Ideen ins Unternehmen.

Erfolgreiche Umsetzung einer branchenfremden Lösung gelang dem Aufzughersteller Schindler. Gesucht wurde eine Alternative für die wartungsintensiven Stahlseile, an denen die Aufzugkabinen befestigt sind. Die Lösung fand ein Werkstudent bei den Aramit-Seilen, die von Bergsteigern verwendet werden.

Ein weiteres Beispiel für das Umsetzen branchenfremder Technik zeigt der Nähmaschinenhersteller Bernina. Das Problem: Je schneller der Stoff durch die Nähmaschine bewegt wird, desto weiter sind die Stiche auseinander. Bernina hat die Technik aus der Computerindustrie zur Problemlösung herangezogen. Mit Hilfe eines Sensors einer Computermaus kann beim Nähen nun die Bewegung des Stoffes erfasst und das Nähtempo angepasst werden.

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat das Potenzial der Open Innovation erkannt. Er fördert Mitarbeiter im kreativen Kopieren und verleiht jährlich intern einen „Borrow with pride"-Award. Damit werden Teams belohnt für Innovationen, die wesentlich durch die Integration von externem Wissen entstanden sind.

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LEANmagazin - Internetseite zum Thema Lean Management Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

LEANmagazin

In unregelmäßigen Abständen stelle ich Ihnen interessante Internetseiten und Webportale vor. Vor kurzer Zeit bin ich auf das LEANmagazin gestoßen, eine Internetseite, die sich mit den Themenfeldern Lean Development, Lean Projekte, etc. beschäftigt.

Neben Praxisberichten aus unterschiedlichen Branchen wie z.B. Maschinenbau, Chemie oder Logistik gibt es aktuelle Meldungen und Kommentare zum Lean Management. Wer sich für Literatur und Tools zum Thema interessiert ist hier ebenfalls bestens aufgehoben. Eine Veranstaltungsübersicht runden das Bild.

Ich finde, dass das LEANmagazin eine tolle und vor allem aktive Seite ist, auf der ich immer wieder gerne Beiträge lese. Schauen Sie doch auch mal rein.

 

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OpenInnovators.de vernetzt sich Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Kooperation & Netzwerke

Der heutige Beitrag im Blog ist seit langem mal wieder einer in eigener Sache.

Wir sind mittlerweile die größte deutschsprachige Internetplattform, die sich mit den Themen Innovationsmanagement und Open Innovation beschäftigt. Auch die Kombination von Blog, Forum, Community und Informationsdienst ist einmalig.

Um Sie in Zukunft noch besser informieren und erreichen zu können haben wir OpenInnovators.de weiter für Sie vernetzt. Unterschiedliche Personen haben unterschiedliche Informationsbedürfnisse uns so finden Sie uns ab sofort in folgenden Netzwerken:

Amazon:
Natürlich lesen wir sehr viele Bücher über Innovationsmanagement, Open Innovation oder andere Management Themen. Unsere Lieblingslisten und Buchrezensionen, die von uns erstellt werden finden Sie auf Amazon.
http://Amazon.OpenInnovators.de

Twitter:
Da wir sehr viele Internetseiten und Onlineportale lesen und beobachten, informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Artikel. Folgen Sie uns auf Twitter und Sie sehen was wir lesen und gut finden.
http://Twitter.OpenInnovators.de

Mister Wong:
Viele Artikel oder Internetseiten sind so interessant, dass man Sie nicht nur einmal lesen, sondern immer wieder darauf zugreifen möchte. Diese Seiten haben wir als Bookmark bei Mister Wong für Sie gespeichert.
http://MisterWong.OpenInnovators.de

Facebook:
In Facebook können Sie sich über alle unsere auf dem Laufenden halten. Werden Sie Fan von OpenInnovators.de auf Facebook und verpassen Sie keinen Beitrag im Blog und kein wichtiges Twitter-Update.
http://Facebook.OpenInnovators.de

Friendfeed:
Auch über Friendfeed können Sie sehen was wir als Bookmark ablegen oder im Blog posten. Einfach unsere Updates bei Friendfeed abonnieren.
http://Friendfeed.OpenInnovators.de

Wir hoffen, Sie damit noch besser informieren zu können und freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre Kommentare.

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TrendPanel zu Open Innovation von Forward2Business Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Open Innovation

Noch im vergangenen Jahr hat der Trendforscher Sven Gábor Jánszky und sein ThinkTank Forward2Business ein TrendPanel zum Thema Open Innovation durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht.

Basierend auf dem Konzept der Delphi-Methode wurden ausgewählte Innovationsexperten zu ihrem Umgang mit Open Innovation befragt.

Als wichtigste Treiber für Open Innovation wurden der zunehmende Innovationsdruck, die Möglichkeit externes Wissen zu nutzen und die nun verfügbare technische Infrastruktur identifiziert. Zusätzlich wurden viele Chancen und Risiken identifiziert.

In der anschaulichen Darstellung der Best Cases sind die üblichen Beispiele, wie DesignbyMe von Lego, Tchibo ideas oder die Innovation Jams von IBM zu finden.

Interessant ist die Aussage, dass 56% der Unternehmen Open Innovation als grundsätzlich relevanten Trend erkennen. Dies deckt sich sehr gut mit unseren eigenen Untersuchungen über die ich Ihnen bald berichten werde.

Eine weitere wichtige Aussage ist der zeitliche Horizont, in dem Open Innovation in ausgewählten Branchen relevant wird. So werden für die Automobilindustrie (Mobilität, Automotive, Logistik) und die Telekommunikation die Jahre 2011 und 2012 vorhergesagt. Auch das deckt sich mit meinen eigenen Einschätzungen und Bewertungen.

Die Frage wird sein, wie klassische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, der Automobilbranche und der Telekommunikation das Konzept der offenen Innovationsstrukturen in ihren Innovationsprozess umsetzen werden.

Sie finden die Ergebnisse der Studie zum Download hier.

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Aktuelle und kommende Veranstaltungen

Aktuelle Ideenwettbewerbe

  • Stadt, Land, mobil - Müssen wir wohnen, wo wir mobil sind, oder können wir mobil sein, wo wir wohnen?
    Wie kann die Digitalisierung unsere Mobilität zukünftig verbessern – in der Stadt wie auf dem Land? – Visionen und Impulse zu dieser Frage können alle Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 21. November über das Ideenportal des Deutschen Mobilitätspreises einreichen.…
  • Die Ideenplattform der S-Bahn Mitteldeutschland
    MITGESTALTEN statt nur mitfahren – S-Bahn Mitteldeutschland und Innolytics starten OpenInnovation Plattform Mit wachsender Bevölkerungszahl in der Metropolregion Mitteldeutschland steigt auch die Nachfrage nach den Angeboten des Regionalverkehrs. Doch wie können diese Angebote wirklich kundennah gestaltet werden? Welche Bedürfnisse haben…