Open Innovation Blog

Neuer Ideenwettbewerb: „Goldene Momente mit Rocher“ Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Ideen & Kreativität

Ein Ideenwettbewerb, wie man ihn mit Open Innovation im engeren Sinne in Verbindung bringt, ist es zwar nicht; ich darf Ihnen aber trotzdem den Wettbewerb „Goldene Momente mit  Rocher" vorstellen.

Der Kreativwettbewerb findet in den beiden Kategorien Film/ Animation und Grafik/ Design statt. Aufgabe im Wettbewerb ist es, das Rocher Logo, die Rocher Kugel und die Farbe Gold künstlerisch und kreativ um zusetzen.

 Als Belohnung winken Preise im Gesamtwert von 18.000 Euro und eine öffentliche Veranstaltung mit Übergabe der Preise.

Sie finden den Wettbewerb unter http://www.rocher.de/wettbewerb/

Weitere Möglichkeiten sich zu beteiligen binden Sie in OpenInnovators.de unter Ideenwettbewerbe.

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Neuer Ideenwettbewerb: „Save our Energy“ Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Ideen & Kreativität

Ich möchte Ihnen noch einen Ideenwettbewerb vorstellen. Unter dem Motto „Save our Energy" veranstalten die Technische Universität München und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die Suche nach Ideen in den Bereichen Wohnen und Mobilität. Gefragt sind Ideen zur Energieeffizienz und zur CO2-Einsparung.

Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von ca. 1.500 Euro. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, dass ausgewählte Ideen gemeinsam mit dem Ideengeber im Raum München realisiert werden

Registrieren Sie sich und senden Sie Ihre Ideen bis zum 26.10.2009 ein. Mehr als 100 Personen haben das schon getan. Sie finden den Wettbewerb unter http://www.save-our-energy.de/.

Weitere interessante Möglichkeiten sich zu beteiligen finden Sie in unserem Bereich Ideenwettbewerbe.

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Kreativitätsmethoden (2) – 6-3-5-Methode Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Ideen & Kreativität

Nach dem ich in meinem ersten Beitrag zur Reihe der Kreativitätsmethoden das Brainstorming vorgestellt habe geht es heute mit der sogenannten 6-3-5-Methode weiter. Diese Methode lässt sich sehr schön einsetzten, wenn kein Moderator vorhanden ist. Komplexe Frage- und Problemstellungen sind hiermit jedoch schwierig zu bewerkstelligen.

Woher kommt denn nun der Name? Ganz einfach: 6 Personen produzieren jeweils 3 Ideen in 5 Minuten. Im Gegensatz zum Brainstorming, das sehr interaktiv ist und von der Dynamik lebt, findet die 6-3-5-Methode in einer eher ruhigen Atmosphäre statt, indem vorbereitete Formblätter verwendet werden. Benötigt wird eine Tabelle mit 6 Zeilen (für die beteiligten Personen) und 3 Spalten (für die Ideen) und zwar für jeden Teilnehmer.

Eine sehr einfache Version dieses Formblattes finden Sie hier: 

Wie beim Brainstorming ist auch hier die Fragestellung sehr wichtig. Mit einer guten Aufgabenbeschreibung erhalten Sie bessere Ergebnisse.

Im ersten Schritt schreibt jeder Teilnehmer 3 Ideen in die erste Zeile seines Formblattes. In jede Spalte wird hierzu eine Idee eingetragen. Hierfür stehen 5 Minuten zur Verfügung. Nach Ablauf der Zeit wird das Blatt im Uhrzeigersinn weitergereicht, so dass man nun die 3 Idee seines Vorgängers sieht. Wieder stehen 5 Minuten zur Verfügung um daraus neue Ideen, Abwandlungen, Weiterentwicklungen oder Kombinationen zu entwickeln. Am Ende der Frist wird das Formblatt erneut weitergereicht.

Dies geschieht so lange, bis alle Teilnehmer auf jedem Formblatt ihre Ideen hinterlassen haben und die Blätter voll sind. Im Idealfall hat man nun also 108 Ideen (6 Blätter mit jeweils maximal 18 Ideen).  Die Erfahrung zeigt, dass in den letzten Runden die 5 Minuten nicht mehr ausreichend sind, da sehr oft Ideen weiterentwickelt werden und dies dann einfach etwas mehr Zeit benötigt. Seien sie flexibel und geben sie den Teilnehmern etwas mehr Zeit!

Zur Auswertung der Ergebnisse gibt es verschieden Methoden. Zunächst werden alle Ideen noch einmal laut vorgelesen, so dass sie allen Teilnehmern bekannt sind. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, dann die Formblätter an Pinwände zu befestigen und durch die Teilnehmer mit Klebepunkten bewerten zu lassen. Jeder erhält 10-15 Klebepunkte (abhängig von der Anzahl der Ideen) und kann damit seine Favoriten auf der Pinwand markieren. Kumulieren ist verboten! Eine andere Variante ist, die Blätter unter den Teilnehmern herumzureichen. Jeder hat dann die Möglichkeit die 3 besten Ideen pro Blatt zu markieren.

Bei beiden Vorgehensweisen ergibt sich somit eine priorisierte Liste an Ideen, die in weiteren Schritten ausgearbeitet, detailliert oder weiter kombiniert werden können.

Für die 6-3-5-Methode benötigen Sie ca. 45-60 Minuten, abhängig davon wie aufwändig Sie die Diskussion und Auswertung der Ideen gestalten. Zusätzlich zu den Formblättern halte ich immer weitere Blätter bereit, als Ideenspeicher für überzählige Ideen.

Auch hier gilt wieder: Legen Sie los und sammeln Sie Ideen!

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Buchvorstellung „Erfolgreiches Innovationsmanagement“ Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Das Buch, das ich Ihnen heute vorstellen möchte ist zwar schon etwas älter (die erste Auflage ist schon 2003 erschienen), aber meiner Meinung nach trotzdem lesenswert. Das Buch heisst „Erfolgreiches Innovationsmanagement: Erfolgsfaktoren - Grundmuster - Fallbeispiele" und wurde von Dr. Thomas Stern und Prof. Dr. Helmut Jaberg geschrieben.

Das Buch betrachtet das Thema Innovationsmanagement aus einem anderen Blickwinkel und mit einem anderen Schwerpunkt, als andere Fachbücher. Man sucht vergebens nach Flussdiagrammen oder theoretischen Betrachtungen. Vielmehr findet man eine Menge an praktischen Tipps und Fallbeispielen.

Zunächst beginnt das Buch mit einer Analyse der Grundmuster und Erfolgsfaktoren im Innovationsmanagement. Schnell wird klar, dass nicht ausschließlich Prozesse und Methoden, sondern Themen wie Unternehmenskultur, Führung und z.B. das Management von Kernkompetenzen im Fordergrund stehen.

In den folgenden Kapiteln beschäftigen sich die Autoren dann ausführlich mit diesen Erfolgsfaktoren. Value Innovation, Projektpriorisierung aber auch Projektmanagement werden in eigenen Kapiteln behandelt. Hinterlegt wird die Theorie immer mit ausführlichen Fallbeispielen (z.B. der Firmen 3K-Warner, Rosenbauer oder Wilo Oschersleben), was das Buch sehr nützlich macht.

Zum Abschluss stellen die beiden Autoren noch ein Modell zur Bewertung des Innovationsmanagements in einem Unternehmen vor und liefern Ergebnisse aus eigenen Untersuchungen.

Wie oben schon erwähnt, handelt es sich bei dem hier beschriebenen Buch mit Sicherheit nicht um ein Standardwerk zum Innovationsmanagement und es ist aus meiner Sicht auch nicht für den Einstieg in die Thematik geeignet. Für Personen, die sich schon seit einiger Zeit mit Innovationen und deren Umsetzung im Unternehmen beschäftigen liefert das Buch jedoch viele neue Blickwinkel und Sichtweisen.

Bewertung: 4 Sterne

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Kreativitätsmethoden (1) – Brainstorming Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Ideen & Kreativität

Das Brainstorming ist wohl die bekannteste und am weitesten verbreitete Kreativitätsmethode überhaupt. Jeder hat schon mal davon gehört und die allermeisten von Ihnen haben sie wohl auch schon eingesetzt oder mitgemacht. Aus diesem Grund startet meine lose Serie über Kreativitätsmethoden mit dem Brainstorming.

Das Brainstorming zählt zu den sogenannten intuitiven Methoden. Bei diesen Methoden gibt es keine festgeschriebenen Gedankenwege oder –prozesse, sondern es wird auf den spontanen Einfall, eine kreative Assoziation, oder einfach auf die neuartige Verknüpfung verschiedener Aspekte gesetzt. Das Ziel ist es in kurzer Zeit möglichst viele Ideen zu entwickeln.

Um ein Brainstorming durchzuführen brauchen Sie einen Moderator, idealerweise einen zusätzlichen Protokollanten und ein Flipchart, oder besser eine Pinwand. Es hat sich herausgestellt, dass die Gruppe der Teilnehmer nicht größer als 10 Personen sein sollte.

Brainstorming läuft in der Regel in drei Schritten ab, die im Folgenden beschrieben werden:

  1. Einführung/ Hinführung
    Bei der Einführung wird die konkrete Aufgabenstellung für die jeweilige Brainstorming-Session vorgestellt. Am besten Sie formulieren eine konkrete Frage, die während des Verlaufes für alle permanent sichtbar ist. Auch weitere Zusatzinformationen können gegeben werden. Je besser die Aufgabenstellung in dieser Phase beschrieben ist, desto bessere Ideen werden Sie später erhalten.
    Vermeiden Sie es, die Methode des Brainstormings während dieser Phase vorstellen zu müssen. Alle Teilnehmer sollten vorab geschult sein und ihre ersten Brainstormingerfahrungen, z.B. in Trainings und Schulungen schon gemacht habe. So stellen Sie sicher, dass sich alle Teilnehmer auf die Fragestellung konzentrieren können und sich nicht mit der Methode selbst beschäftigen.
  2. Durchführung/ Ideensammlung
    Jetzt geht es los! Ausgehend von der Fragestellung sollen nun alle Teilnehmer ihre spontanen Ideen und Einfälle nennen. Am besten geschieht das mündlich. Der Protokollant hat die Aufgabe die Ideen für alle gut sichtbar mitzuschreiben.
    Ich bevorzuge es, hierzu die Pinwand und Moderationskarten zu verwenden. Das gibt mit die Flexibilität die Karten in späteren Phasen gruppieren oder neu ordnen zu können. Man kann die Ideen aber auch auf dem Flipchart notieren. Hängen Sie die beschriebenen Blätter dann im Raum auf, damit sie weiterhin für alle gut sichtbar sind.
    Das Nennen der Ideen kann entweder reihum, oder durch freies Zurufen erfolgen. Ein Vorgehen der Reihe nach hat sich immer dann bewährt, wenn man Teilnehmer dabei hat, die sich ansonsten eventuell nicht trauen würden etwas zu sagen. Auch wenn der Chef dabei ist, habe ich gute Erfahrungen mit dem Abfragen nach der Reihe gemacht. So stehen später nicht nur Chef-Idee an der Pinwand.
    Die Aufgabe des Moderators besteht darin, den Ideenfluss am laufen zu halten (z.B. mit Reizfragen oder Herstellen von Querverbindungen) und für die Einhaltung der Regeln zu sorgen.
    Die Erfahrung zeigt, dass nach ca. 15 Minuten die Ideenflut weniger wird. Es hat sich bewährt eine Pause einzuschieben und danach noch einmal weiter zu machen.
  3. Auswertung/ Selektion/ Abschluss
    Im letzten Schritt werden die gefundenen Ideen dann noch ausgewertet. Oftmals hat man sehr schnell umsetzbare Ideen dabei. Andere Ideen können auch gleich komplett verworfen werden (Achtung: verwerfen heisst nicht wegwerfen! Aber dazu später mal mehr, wenn es um das Thema Ideenmanagement geht). In dieser Phase wird entschieden, wie es mit den gefundenen Ideen weitergeht. Konkrete Maßnahmen können definiert werden. Es ist wichtig, dass jeder am Brainstorming beteiligte weiss, was mit seinen Ideen nun geschehen wird.

 

Eine Brainstorming-Session dauert in der Regel ca. 1 Stunde, kann aber auch mal länger gehen. Eine Dauer von mehr als 1,5 Stunden würde ich nicht empfehlen, da irgendwann auch die Spannung in der Gruppe verloren geht.

Bleibt noch die Frage zur Zusammensetzung der Teilnehmer. Wen soll man einladen? Das hängt aus meiner Sicht sehr stark von der Aufgabenstellung ab. Bei sehr spezifische (z.B. technische) Fragestellungen macht es Sinn Personen einzuladen, die das Problem tatsächlich verstehen können. Wichtig für den Moderator ist, hier darauf zu achten, dass tatsächlich ein Brainstorming stattfindet und keine Fachdiskussion. Bei weniger spezifischen Aufgabenstellungen ist man freier in der Zusammensetzung. Ein Erfahrung zeigt: Seien Sie mutig und laden Sie ruhig auch mal jemanden ein, der auf den ersten Blick nicht in Ihre Zielgruppe passt und Sie werden überrascht sein, welche Ergebnisse hierdurch entstehen.

Also, legen Sie los und seien Sie kreativ!

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Gedankenanstoss zum Wochenstart Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Ideen & Kreativität

Ich bin am Wochenende auf einen kleinen Film beit YouTube gestoßen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Würde in Ihrem Unternehmen das Feuer erfunden?

 

 

Starten Sie mit vielen neuen Ideen in die Woche!

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Goldene Regeln bei der Anwendung von intuitiven Kreativitätstechniken Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Ideen & Kreativität

Bevor ich in den folgenden Beiträgen näher auf die einzelnen Kreativitätstechniken eingehe, möchte ich vorab noch mal über einige goldenen Regeln sprechen, die aus beachtet werden sollten, wenn solche Techniken und Methoden in Unternehmen eingesetzt werden. Gerade dann,  wenn Mitarbeiter nicht gewohnt sind in solchen kreativen Prozesse zu arbeiten und zu denken ist es sinnvoll sich entsprechend vorzubereiten. Im Folgenden nun einige nützliche Tipps und Regeln, die es zu beachten gilt.

  1. Jede Idee, die genannt wird ist gut, erlaubt und brauchbar
    Es gibt keine schlechten Ideen. Je spontaner, abwegiger, kreativer, desto besser
  2. Ideen werden nicht gleich bewertet
    Der Lauf des Prozesses und die spontane Assoziation sollen nicht unterbrochen werden. Eine Bewertung erfolgt erst später.
  3. Ideen dürfen immer beliebig erweitert, modifiziert und umgestaltet werden
    Gerade daraus entstehen oft neue Blickwinkel und Wendungen, die eine wirkliche Innovation hervorbringen.
  4. Quantität geht vor Qualität
    Je mehr Ideen genannt werden, desto besser. Das Bewerten und Aussortieren der Ideen findet später statt.
  5. Haben Sie alle Utensilien verfügbar
    Sorgen Sie dafür, dass alle notwendigen Materialien und Utensilien vor Ort verfügbar und funktionstüchtig sind (Flipchart mit Papier; Stifte in verschiedenen Farben und funktionierend; Pinwand mit Papier,...). Nichts ist störender als, wenn währen der Session das Papier ausgeht oder die Stifte nicht mehr brauchbar sind.
  6. Planen Sie genügend Zeit und Puffer ein
    Einer der Hauptengpässe in den Unternehmen ist die Zeit. Es ist wichtig, dass alle am Prozess beteiligten während des gesamten Kreativitätsprozesses vor Ort sind. Planen Sie genügend Pufferzeiten ein, damit alle von Beginn an dabei sein können und am Ende nicht wegen eines Anschlusstermines auf die Uhr schauen.
  7. Bereiten Sie das Team auf den Prozess vor
    Gerade in Unternehmen, die sehr technisch geprägt sind fällt es den Mitarbeitern oft schwer sich auf einen kreativen Prozess ohne sofortige Bewertung einzulassen. Sprechen Sie vorab mit allen Beteiligten und erklären Sie genau was passieren soll.
  8. Seien Sie kreativ bei den Kreativitätstechniken
    Variieren Sie die Methoden je nach Anwendungsfall und Häufigkeit der Anwendung. Nichts ist langweiliger, als das gleiche Thema mit der gleichen Methode und dem gleichen Team zum dritten Mal zu beleuchten. In der Regel werden auch keine neuen Ideen mehr auftauchen.
  9. Geben Sie Feedback
    Alle am Prozess beteiligten haben das Recht zu erfahren, was aus Ihren Ideen geworden ist und wie es damit weitergeht. Überlegen Sie sich vorher, wie Sie diese Rückmeldung organisieren möchten.

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Good Practice: Innovationsmanagement mit der Business Innovation Community bei Daimler Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

DaimlerVor ziemlich genau vor einem Jahr hat Daimler mit der Business Innovation Community im eigenen Intranet begonnen. Mit der Community sollen die Mitarbeiter im Unternehmen an der Entwicklung von neuen Geschäftsideen beteiligt werden. Viele Ideen und mögliche Geschäftsmodelle, so die Hypothese, schlummern in den Köpfen der Mitarbeiter. Grundsätzlich keine schlechte Idee.

Die Plattform erlaubt es neue Ideen einzustellen, diese dann von Kollegen und Daimler-Mitarbeitern aus anderen Werken kommentieren und bewerten zu lassen. Gemeinsam wird weiter verfeinert. Die besten Ideen werden dann gemeinsam mit dem Ideengeber weiter entwickelt und umgesetzt. Grundsätzlich werden keine Ideen für Produktverbesserungen gesucht. Hierfür gibt es, wie in fast jedem Unternehmen, das betriebliche Vorschlagswesen. Gesucht werden Geschäftsideen.

„Oft sind Geschäftsideen oder einzelne Ideenbausteine wie bei einem Puzzle im ganzen Unternehmen verstreut, das gilt auch und ganz besonders für Daimler!" schrieb Michael Kuhn von einem Jahr im Daimler-Blog.

Nach einem Jahr gibt es nun über 10.000 Mitarbeiter, die sich an der Community beteiligen. Eine enorme Zahl wie ich finde. Es spricht vieles dafür, dass der Gedanke der Community gut umgesetzt wurde und von den Mitarbeitern auch angenommen wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Es scheint nun gelungen zu sein wenigstens ein Teil dieser Ideenbausteine zusammen zu bringen. Eine der Ideen die entwickelt wurde ist der „Comfort Key". Ein Video hierzu gibt es hier bei YouTube.

Bisher ist die Business Innovation Community lediglich für die eigenen Mitarbeiter im Unternehmen bestimmt. Ich glaube jedoch, dass hier ein vielversprechender Ansatz gemacht wurde, der sich auch sehr gut für die Öffnung nach außen eignet. Man stelle sich vor, welche Ideen noch entwickelt werden könnten, wenn man erst mal die Kunden ranlässt?

Ich werde auf jeden Fall weiter beobachten was sich mit der Business Innovation Community tut, welche Ideen umgesetzt werden und ob die Erweiterung in einen Open Innovation-Ansatz verfolgt wird.

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Kreativitätsmethoden in der Praxis Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

In der frühen Phase des Innovationsprozesses geht es darum möglichst viele Ideen für eine bestimmte Problemstellung zu finden. Der allseits bekannte „Trichter" soll möglichst weit geöffnet werden. Eine Fülle von Ideen soll generiert werden. Und vielleicht ist sogar die ein oder andere ungewöhnliche Lösung dabei, die einen Wettbewerbsvorsprung ermöglicht.

Wie kann man das nun bewerkstelligen? Neben Methoden aus der Open Innovation wie z.B. Ideenwettbewerbe oder Lead-User-Integration existieren natürlich noch weitere Techniken, die es ermöglichen viele Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu finden: die Kreativitätsmethoden.

Grundsätzlich lassen sich die Kreativitätsmethoden in drei Gruppen unterteilen:

  1. Intuitive Methoden
    Diese Methoden zielen darauf ab gewohnte Denkmuster zu verlassen, sich von der Gruppe inspirieren zu lassen und neue Assoziationen zu finden. Der bekannteste Vertreter dieser Methoden ist wohl das Brainstorming.
  2. Diskursive Methoden
    Die diskursiven Methoden folgen immer einem klaren Schema und Prozess. Probleme werden sehr analytisch angegangen. Eine der wichtigsten diskursiven Methoden ist der morphologische Kasten.
  3. Kombinationen
    Bei kombinierten Methoden werden Elemente der beiden erst genannten Gruppen kombiniert. Einem eher kreativen, assoziativen Teil folgt in der Regel eine analytische Ausarbeitung. Die Walt-Disney-Methode ist ein bekanntes Beispiel hierfür.

 

Ich werde ab sofort hier im Blog in einer losen Reihe mehrere dieser Kreativitätsmethoden vorstellen und erläutern. Wie können sie in der Praxis angewandt werden? Was sind ihre Stärken? Wo liegen die Grenzen?

Beginnen werde ich in kürze mit dem Brainstorming, da das wohl die geläufigste Methode ist. Lassen Sie sich überraschen.

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Minister für Innovation, oder lieber doch einen Innovationsmanager? Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

"Wir brauchen einen Minister für Innovation"; Über diese Überschrift stolperte ich kürzlich, als ich ein Interview mit Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, in der Reihe "Forscher zur Bundestagswahl" in der Zeit Wissen 04/2009 las. Grundsätzlich keine schlechte Idee!

Bei genauerem Hinsehen erkannte ich jedoch, dass es um die Förderung von Zukunftstechnologien, um Hochschul-, Bildungs- und Forschungspolitik geht. Die Einwanderungspolitik soll liberaler und damit der Zuzug von Forschern erleichtert werden. Das alles steigert natürlich die grundsätzliche Innovationsfähigkeit in Deutschland.

Aber was brauchen wir um die Innovationsfähigkeit in den Unternehmen zu steigern? Hilft uns hier ein Innovationsminister? Ich denke: ja! Auch wenn er hier wohl eher Innovationsmanager genannt wird. Eine Person im Unternehmen, die verantwortlich ist für den Innovationsprozess, für die Öffnung nach außen, für das Finden neuer Ideen usw.

Viele Unternehmen haben das schon erkannt und haben Innovationsmanager eingestellt; mit unterschiedlichen Zielsetzungen natürlich. Aber das ist längst nicht bei allen Unternehmen der Fall. Deshalb an dieser Stelle mein Aufruf: "Wir brauchen einen Manager für Innovation!"

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Was ist eigentlich Open Innovation? Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Open Innovation

Open Innovation verkommt in letzter Zeit immer mehr zum Buzzword. Aus diesem Grund macht es Sinn sich noch mal vor Augen zu führen was Open Innovation eigentlich bedeutet. Und was liegt näher, als sich den Begriff vom Erfinder erklären zu lassen:

Henry Chesbrough, Professor an der University of Carlifornia, verwendete den Begriff zuerst in seinem Buch Open Innovation: The New Imperative For Creating and Profiting from Technology. Hören und sehen Sie hier, was er damit meint.

 

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Baden-Württemberg besitzt die besten Innovationsbedingungen im Ländervergleich Email Drucken

Verfasst von Jörg Walter, Kategorien: Innovationsmanagement allgemein

Baden-Württemberg besitzt die besten Innovationsbedingungen im Ländervergleich In einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung wurden sowohl die Innovationsrahmenbedingungen als auch die Innovationserfolge der deutschen Bundesländer untersucht. Als Sieger in beiden Kategorien ist hierbei Baden-Württemberg, jeweils gefolgt von Bayern hervor gegangen.

In den Kategorien Forschung, Entwicklung und unternehmerische Umsetzungen wurde die einzelnen Bundesländer untersucht. Auffällig ist, dass es selbst für die Spitzenreiter noch reichlich Verbesserungspotenziale (z.B. bei den Rahmenbedingungen der Forschung) gibt.

Als wichtige Erfolgstreiber wurden die folgenden Faktoren identifiziert:

  • Finanzielle und personelle Ausstattung der öffentlichen Forschung
  • Finanzielle und personelle Ausstattung der privatwirtschaftlichen Forschung
  • Unternehmerische Basis (große und mittelständische Unternehmen)

Die Zusammenfassung der Studie finden Sie hier: Zusammenfassung - Bundesländer im Innovationswettbewerb

 Innovationsbedingungen

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Aktuelle und kommende Veranstaltungen

Aktuelle Ideenwettbewerbe

  • Stadt, Land, mobil - Müssen wir wohnen, wo wir mobil sind, oder können wir mobil sein, wo wir wohnen?
    Wie kann die Digitalisierung unsere Mobilität zukünftig verbessern – in der Stadt wie auf dem Land? – Visionen und Impulse zu dieser Frage können alle Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 21. November über das Ideenportal des Deutschen Mobilitätspreises einreichen.…
  • Die Ideenplattform der S-Bahn Mitteldeutschland
    MITGESTALTEN statt nur mitfahren – S-Bahn Mitteldeutschland und Innolytics starten OpenInnovation Plattform Mit wachsender Bevölkerungszahl in der Metropolregion Mitteldeutschland steigt auch die Nachfrage nach den Angeboten des Regionalverkehrs. Doch wie können diese Angebote wirklich kundennah gestaltet werden? Welche Bedürfnisse haben…